Drogen im Straßenverkehr

Bild einer Straße im Schwarzwald. Kameraposition mittig über der Fahrbahnmarkierung. Text auf dem Bild: Drogen im Straßenverkehr

Drogen im Straßenverkehr

Wer unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnimmt macht sich nicht nur strafbar, sondern gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer.

Unter den vom Gesetzgeber geschaffenen Begriff der „berauschenden Mittel“ fallen die Drogen Cannabis, Kokain, Heroin, Ecstasy, LSD und alle anderen Substanzen, deren Wirkung dem Alkohol vergleichbar sind. Bereits kleinste Mengen dieser Substanzen können im Blut festgestellt werden und führen zu einer Verurteilung.

„Klar denken und Finger weg von solchen Substanzen!“

 

Cannabis legal – Autofahren bleibt verboten!

Die Legalisierung von Cannabis in Deutschland kommt. Noch in diesem Jahr soll ein Gesetzesentwurf der Bundesregierung für die Freigabe von Gras und Marihuana vorliegen. Geplant ist die kontrollierte Abgabe an Erwachsene zu Genusszwecken in lizensierten Geschäften.

Sowohl der Kauf, als auch der Verkauf, sofern dies im gesetzlichen Rahmen geschieht, sind dann nicht mehr nach dem Betäubungsmittelgesetz strafbar.

Dies alles ändert aber nichts daran, dass es weiter verboten ist, unter dem Einfluss von Drogen zu fahren.

„Fahr sicher und Finger weg von Drogen!“

 

Medizinisches Cannabis

Seit nunmehr 5 Jahren dürfen Apotheken die Blüten der Cannabis-Pflanze auf ärztliches Rezept an Schmerzpatienten abgeben. Cannabis findet in diesen Fällen als eine Alternative zu herkömmlichen Medikamenten Anwendung.

Patienten, die diese Substanz wie vom Arzt verschrieben zubereiten und einnehmen, machen sich nicht gemäß § 24a des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) strafbar, wenn sie mit dem Auto fahren. Diese straffreie Ausnahme nennt man Medikamentenprivileg.

Aber Vorsicht! Zeigt der Fahrer konkrete Ausfallerscheinungen im Straßenverkehr, macht er sich nach § 316 Strafgesetzbuch (StGB) strafbar, weil er nach dem Konsum berauschender Mittel nicht mehr in der Lage war, sein Fahrzeug sicher zu führen. 

Ein Medikamentenprivileg gibt es im StGB nicht!!

 

Medikamente im Straßenverkehr

Die Nase läuft, der Hals kratzt, die Temperatur ist erhöht. Schnell ein Erkältungsmittel genommen, rein ins Auto und los geht die Fahrt. 

Vorsicht!! Nicht selten enthalten auch frei verkäufliche Erkältungs- und Schmerzmittel Inhaltsstoffe, die die Fahrsicherheit beeinflussen können. In vielen dieser Präparate ist zum Beispiel Alkohol im zweistelligen Prozentbereich enthalten. 

Bitte bedenken Sie, dass jeder selbst die Verantwortung für seine Fahrtüchtigkeit trägt. Ein Blick in die Packungsbeilage des Medikaments kann hierbei hilfreich sein. Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ärzte und Apotheker gerne zur Verfügung.

„Bleiben Sie gesund. Gute Fahrt.“

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