#GegenseitigerRespekt

+++ #GegenseitigerRespekt beginnt im Kopf  +++
 
Der Großteil aller Verkehrsteilnehmer, egal welcher Verkehrsart man angehört, hält sich an die Regeln und ist mit Respekt auf unseren Straßen unterwegs. Leider kommt es aber auch immer wieder in verschiedensten Situationen zu Konflikten, die zu gefährlichen Situationen oder zu Unfällen führen. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich und vielfältig.
 
Seit längerer Zeit stellen wir leider immer mehr fest, dass Anfeindungen gegen Einzelne im Straßenverkehr immer mehr zunehmen. Dies äußert sich nicht nur im Verhalten auf der Straße, sondern auch Umgang in den sozialen Medien. Mutmaßungen, Behauptungen, Beleidigungen, Hass und Hetze stehen mittlerweile leider an der Tageordnung.
 
In den letzten Wochen haben wir deshalb begonnen für gegenseitigen Respekt zu werben. Begonnen haben wir mit Radfahrern, gefolgt von Fußgängern und nun mit den Verkehrsteilnehmern von Kraftfahrzeugen. Jede einzelne Verkehrsart löst offenbar bei manchen Menschen eine regelrechte Welle der Entrüstung, Hass oder Hetze aus.
 
Beschwerden, wie Fußgänger laufen kreuz und quer über die Straßen; Radfahrer, die über Gehwege rasen oder den Verkehr behindern und Autofahrer, die nur als Gewalttäter im Straßenverkehr teilnehmen sind leider keine Seltenheit. Das Konfliktpotential zwischen den Verkehrsarten scheint bei Manchen groß zu sein, weil Fußgänger über Autofahrer bzw. Radfahrer schimpfen und Radfahrer über Autofahrer und Fußgänger. Autofahrer regen sich über Radfahrer bzw. Fußgänger, aber auch über Motorradfahrer auf. Diese Aufzählungen können immer weitergeführt werden.
 
Wer vom einzelnen Verhalten von Fußgängern, von Radfahrern oder von Fahrern der verschiedenen Kraftfahrzeuge auf alle schließt, der pauschalisiert unzulässig. Glücklicherweise verhält sich die überwiegende Mehrheit der einzelnen Verkehrsteilnehmer regelkonform und akzeptiert sich gegenseitig.
 
Gegenseitiger Respekt beginnt bereits im Kopf und vor Fahrtantritt.
 
Jede Verkehrsart hat ihre Berechtigung und muss deshalb akzeptiert werden, ob man damit einverstanden ist oder nicht. Purer Egoismus ist total fehl am Platz! Sicherheit im Straßenverkehr funktioniert, von den Regeln einhalten abgesehen, nur mit ständiger Vorsicht, gegenseitiger Rücksichtnahme und gegenseitigem Respekt!
 
Wir wünschen Euch einen guten Start in die Woche!
 
Eure Polizei Pforzheim
 
Auf ein Wort:
 
  • Wir haben uns bewusst für dieses Thema entschieden, auch wenn uns die Reaktionen von manchen im Netz im Vorfeld bereits klar waren.
  • Zunächst bedanken wir uns für den großen Zuspruch und die Unterstützung!
  • Manchmal lohnt es sich über den Tellerrand hinauszuschauen. Deshalb sollte man regelmäßig mehrere Beiträge anzuschauen oder recherchieren und nicht in einem Beitrag mit nicht nachvollziehbaren Interpretationen Probleme kreieren, die nicht vorhanden sind.
  •  Beleidigungen, Hass und Hetze haben im Allgemeinen, im Internet, auf Plattformen bzw. auf unseren Kanälen keinen Platz und werden nicht toleriert. Der gegenseitige Respekt gilt auch hier!
  • Bei Konflikten im Straßenverkehr haben nicht die verschiedenen Institutionen die Ursache gesetzt, sondern der jeweilige Verkehrsteilnehmer in der Situation.
  • Anzeigen können von der Polizei nur verfolgt werden, wenn sie bei der Polizei erstattet werden. Hierzu kann die Internetwache genutzt oder jede Polizeidienststelle kontaktiert werden. Wir nehmen keine Anzeigen in Social Media auf. Wir bewerten auch von unserer Stelle aus auch keine Videos oder Fotos zu irgendwelchen Vorgängen. Das ist Aufgabe der Polizeidienststellen.
  • Regeln müssen alle beachten! Dies gilt für alle Verkehrsarten. Fußgänger, Radfahrer und Fahrer von Kraftfahrzeugen müssen sich unbedingt gegenseitig respektieren, sonst funktioniert das mit der Sicherheit nicht. Aber auch die Fahrzeuge selbst: Fahrräder, E-Bikes, Pedelecs, Pkw, Motorrad, Lkw, aber auch E-Scooter u.v.m. sind im Straßenverkehr zugelassen und haben deshalb ihre gleichwertige Berechtigung.
  • Auch wenn Kraftfahrzeuge wie Pkw, Motorrad oder Lkw meist die schnelleren und bauartbedingt die „Stärkeren“ sind, so zählen darunter aber auch z.B. E-Scooter, E-Bikes und andere, die eindeutig zu den „Schwächeren“. Dennoch sind Kfz anzuerkennen und zu respektieren. Dass sich die Verkehrsteilnehmer der Kraftfahrzeuge untereinander akzeptieren und respektieren müssen, gehört da genauso dazu, wie auf andere „Schwächere“ Verkehrsteilnehmer besonders zu achten.
  • Gegenseitiger Respekt im Umgang miteinander gilt nicht nur im Straßenverkehr, sondern für das ganze Leben.
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